Die Frankfurter Neue Presse berichtet:

22.02.2010 Kleine Monster bevölkern Schule

Zum Tag der offenen Tür hatte die Ernst-Reuter-Schule eingeladen. Klar, dass die Schüler zeigten, was sie alles lernen. Nordweststadt. Am Samstag tummelten sich in der Ernst-Reuter-Schule II große und kleine Monster.
Gemeint sind damit nicht die Schüler der Integrierten Gesamtschule, sondern deren künstlerische Kreationen. Beim Tag der offenen Tür präsentierten die fünften Klassen interessierten Eltern und Schülern, was sie im vergangenen Halbjahr alles erarbeitet hatten. Neben den Darbietungen des Bläserensembles, der Theatergruppen und der offenen Chorprobe hatten die Schüler noch einen weiteren Höhepunkt zu bieten.


Skulpturen gefertigt

Schuldirektor Knut Dörfel eröffnete feierlich die Ausstellung der Monsterskulpturen, an denen die Schüler der fünften Klassen in den vergangenen Monaten gearbeitet hatten. «Eigentlich sollte die Ausstellung schon nach den Herbstferien fertig sein», sagt Judith Werner, Fachbereichsleiterin Kunst an der Ernst-Reuter-Schule II.
«Aber weit gefehlt. Einmal Feuer gefangen wollten die Kinder gar nicht mehr aufhören, an ihren Monstern weiterzuarbeiten. Sie sind richtig über sich hinausgewachsen. Viele Figuren sind erst kurz vor dem Tag der offenen Tür fertig geworden.» Ein halbes Jahr lang haben die Kinder einmal in der Woche kontinuierlich an ihren Werken gearbeitet. Nun bevölkern Monsterfische, Katzenmenschen und gefährliche fliegende Autos die Schule.


Grundlage der Arbeit war das Bilderbuch «Das Biest des M. Racine» von Toni Ungerer. In der Geschichte dringt jede Nacht ein Biest in das Haus von M. Racine ein und isst all seine Birnen auf. Die Kinder setzten erst sich mit der Geschichte auseinander und entwarfen dann in Gruppen gemeinsam die Biester, die zu ihnen selbst nach Hause kommen würden.
Während Smily, das Elefantenmonster von Saskia (11) und Jessica (11), ganz lieb ist und eigentlich nur fressen will, tarnt sich er der gefährliche Fisch «King of sea» von Jonas (11) und Henry (11) in den Wasserpflanzen, bevor er blitzschnell drei Meter hoch aus dem Wasser springt. Ganz fürchterlich ist gar Flocki, der Monster Nacho von Paul (10), Niko (11) und Resol (11), der seine Opfer mit seinem Monsterlächeln hypnotisiert, mit seinen Spaghettiarmen fesselt und dann mit Käse bespuckt.

Insgesamt konnten etwa 50 Kinder der fünften Klassen in dem Angebot ihrer Kreativität freien Lauf lassen. «Das besondere ist, dass wir dieses Angebot erstmals allen Schülern der fünften Klassen anbieten konnten», sagt Judith Werner. «Wir konnten somit unabhängig von den Klassenstrukturen arbeiten.»

In den insgesamt acht fünften Klassen der Schule sind vier als integrierte Klassen ausgerichtet. Durch die künstlerisch-ästhetische Ausrichtung der Schule können die Schüler verschiedene künstlerische Schwerpunkte für ihren Unterricht wählen.

Bisher konnten sich die Schüler entweder für die Theatergruppen oder für verschiedene Musikangebote wie die Bläsergruppe, den Chor mit Keyboardbegleitung und Unterricht für Saiteninstrumente als Schwerpunkte entscheiden. Nun wurde allerdings auch die bildende Kunst als ästhetischer Schwerpunkt eingerichtet, für den sich die Kinder entscheiden können.

Info-Abend geplant

Für interessierte Schüler der vierten Klassen und ihre Eltern gibt einen Informationsabend, an dem die Ernst-Reuter-Schule ihr pädagogisches Konzept vorstellt und einen Überblick über das Angebot für die 5. und 6. Klassen gibt.

Ein Informationsabend am Donnerstag, 25. Februar, beginnt um 19.30 Uhr im Polytechnikum der Ernst-Reuter-Schule, Hammarskjöldring 17a

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